Werlter Aktion sorgt für Gesprächsstoff

Werlte. Auf viel Verständnis und eine nahezu ausschließlich positive Resonanz ist die Aktion „Heimat shoppen“ am Wochenende in Werlte gestoßen. Von Freitag an hatte der Großteil der Geschäfte und auch Dienstleister in der Hümmlingstadt ihre Schaufenster mit schwarzer Folie zugeklebt.

Zusätzlich waren Aufkleber mit dem Slogan „So kann es aussehen, wenn Du nicht in Werlte kaufst!“ und Hinweise wie „Heimat shoppen – sichert Arbeits- und Ausbildungsplätze“ oder „Heimat shoppen – macht deine Stadt lebenswert“, die die Bedeutung des Einkaufens vor Ort verdeutlichen sollen, an den Fassaden angebracht.

„Die Kunden reagieren sehr verständnisvoll auf die Aktion“ berichtet Klaus Dröge von der Parfümerie Dröge. „Sie finden es richtig, dass durch eine solche Aktion das Bewusstsein für eine mögliche Entwicklung im eigenen Ort geweckt wird.“

Von viel positiver Resonanz berichtet auch die Inhaberin der Buchhandlung Lübs, Claudia Lübs. Einzig ein Kunde habe mit der Reaktion, wer im Internet kaufen wolle, tue dies ohnehin, Unmut geäußert. Eine ihrer Kundinnen sei hingegen sehr erleichtert ins Geschäft gekommen, da sie im ersten Moment durch die abgeklebten Fenster gedacht habe, das Geschäft sei tatsächlich geschlossen. Ihr berichteten die Kunden auch, dass sie regelrecht erschrocken seien, wie sich das Ortsbild durch die verdunkelten Fenster verändere.

„Nur Tür aufschließen und Licht einschalten reicht heute aber nicht mehr“, ist Ruth Pommerinke vom Modehaus Koopmann überzeugt. Heute seien auch die Händler vor Ort mehr gefordert, schließlich könne man vor Entwicklungen nicht die Augen verschließen, dennoch sei es wichtig, die umfangreiche Bedeutung des Einkaufens im eigenen Ort hervorzuheben und ins Bewusstsein der Kunden zu rücken.

Text: Ems-Zeitung, 10.09.2017, Redakteurin: Birgit Brinker, Foto: IHK

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